Eazy Breazy Podcast: Grüne Paprika – Dem eigenen Reifeprozess vertrauen
Was können wir aus den Reifeprozessen der Natur für unsere eigenen Entwicklungsprozesse lernen?
Seit fast einem Jahr lebe ich nun in dem ehemaligen Haus meiner Großeltern und habe dadurch zum ersten Mal die Möglichkeit, einen Garten und die Natur über einen längeren Zeitraum ganz bewusst zu beobachten.
In dieser Podcastfolge nehme ich Dich mit in meinen Garten und teile zwei Beobachtungen mit Dir, die mir gerade Nachsicht und Geduld für meine eigenen Prozesse mitgeben.
Es geht um grüne Paprika, die eigentlich rot werden sollten, einen alten Apfelbaum und die Frage, was wir von beiden über unsere eigenen Reifeprozesse lernen können.
Vielleicht kannst Du Dich in einem der Gedanken wiederfinden und ihn auch auf Deinen Alltag übertragen. 💛
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Grüne Paprika – dem eigenen Reifeprozess vertrauen
Ende Februar habe ich begonnen, Paprika auszusäen. Große, rote Paprika sollten es werden.
Die Pflanzen wuchsen, kamen irgendwann ins Gewächshaus und tatsächlich hingen im Juni die ersten richtig großen Paprika daran. Nur waren sie nicht rot, sondern grün.
Irgendwann habe ich die erste geerntet. Sie schmeckte gut, aber gleichzeitig war da eine kleine Enttäuschung: Eigentlich hatte ich doch rote Paprika ausgesät.
Also habe ich gewartet.
Und gewartet.
Erst Mitte August zeigte sich an einer Paprika eine ganz kleine Verfärbung. Nach und nach wurden aus den grünen Paprika tatsächlich wunderschöne rote Paprika.
Für mich steckt darin ein ziemlich schöner Übertrag auf unsere eigenen Entwicklungsprozesse.
Nur weil erste Ergebnisse sichtbar sind, bedeutet es nicht, dass es bereits das finale und richtige Ergebnis für uns ist.
Manchmal braucht ein Prozess einfach länger, als wir es uns vorgestellt haben. Und vielleicht müssen wir dann gar nicht mehr machen, mehr investieren oder uns noch stärker anstrengen. Meine Paprikapflanzen brauchten keinen zusätzlichen Dünger oder eine besondere Behandlung. Ich habe sie einfach weiter gegossen und gepflegt.
Der Rest brauchte vor allem eines: Zeit.
Für mich bedeutet das, das gewünschte Ergebnis gedanklich festzuhalten und gleichzeitig dem Timing der Natur – und im übertragenen Sinne dem Timing unserer eigenen Projekte und Prozesse – zu vertrauen.
Nicht jedes Jahr bringt den gleichen Ertrag
Meine zweite Beobachtung betrifft einen alten Apfelbaum in meinem Garten.
Als ich im vergangenen Oktober eingezogen bin, hing dieser Baum voller Äpfel. Ich konnte unglaublich viele ernten, Apfelmus kochen, Äpfel einlagern und noch bis in den Februar hinein davon essen.
Dieses Jahr sieht es ganz anders aus.
Viele Äpfel sind frühzeitig heruntergefallen, andere sind klein geblieben oder nicht richtig ausgereift.
Bei dem Apfelbaum erschien mir das sofort vollkommen logisch: Nach einem unglaublich ertragreichen Jahr darf eben auch ein Jahr folgen, in dem der Baum weniger trägt.
Und dann habe ich mich selbst betrachtet.
Warum fällt es mir bei der Natur so leicht, unterschiedliche Phasen und Zyklen zu akzeptieren – während ich von mir selbst erwarte, dass ein gutes Jahr mindestens von einem ebenso guten Jahr gefolgt wird?
Auch wir entwickeln uns in Zyklen.
Es gibt Phasen, in denen vieles leicht erscheint, wir viel Energie haben und im Außen viel entsteht. Und es gibt andere Phasen, in denen vielleicht mehr Arbeit im Inneren stattfindet, wir langsamer vorankommen oder weniger „Ertrag“ sehen.
Der Apfelbaum erinnert mich gerade daran, auch diese Phasen wertzuschätzen und meinem eigenen Prozess mit mehr Nachsicht zu begegnen.
Wo darfst Du den Reifeprozessen noch weiter vertrauen?
Vielleicht magst Du die beiden Beobachtungen einmal auf Deine eigenen Prozesse übertragen:
- Gibt es gerade etwas in Deinem Leben, bei dem Du ungeduldig wirst, weil das gewünschte Ergebnis noch nicht da ist?
- Könnte es sein, dass Du die ersten Früchte mit der tatsächlichen Ernte verwechselst?
- In Bezug auf Deinen ganz eigenen Lebensryhtmus: Wo befindest Du Dich gerade? (Aussaat, Pflege, Ernte, Ruhe)
Vielleicht musst Du nicht mehr geben, um mehr zu erhalten, sondern darfst wie ich einfach in Deinem Tempo weitermachen und darauf vertrauen, dass sich das Ergebnis zum richtigen Zeitpunkt zeigt.
Mein neues Buch: Vorverkauf ist gestartet
Der Übertrag von Natur & persönlicher Entwicklung ist bei mir gerade so präsent, weil ich seit über drei Jahren an der deutschen Übersetzung von „Self Help Jesus“ von Dan R. Matthews arbeite.
In diesem Buch geht es um Glauben und Vertrauen und darum, wie diese Fähigkeiten uns Verständnis für den eigenen Lebensprozess mitgeben.
Im Dezember 2026 wird das Buch erhältlich sein und ab jetzt kannst Du es vorbestellen!
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Ich freue mich, wenn Du mich auf dieser Reise begleitest. 💛
Deine Susan